Bereich Lassithi Die schönsten Autotouren

Autotour östliches Lassithi – von Sitia zum Kloster Kapsa

Östliches Lassithi Kreta
Durch die sanfte Bergwelt im östlichen Lassithi
Ganztags – Tour

Dauer der gesamten Tour: ca. 8 Stunden

Tour: Sitia – Palaikastro – Kato Zakros – durch die Berge nach Handras – Kloster Kapsa

Alternativ: auch von den Orten Zakros, Kato Zakros, Ierapetra oder Makrzgialos kann man beliebig auf die vorgeschlagenen Route treffen und z.B. in entgegengesetzter Richtung verfolgen. Um die Runde abzuschließen, verfolgt die Tour auch zwischen den beiden Info-Punkten.

Sehenswertes unterwegs und vorgeschlagene Aufenthaltszeiten:
  • Antike Siedlung Petras in Sitia (45 Min.)
  • Palaikastro mit seiner antiken Stätte Roussolakos, alternativ Badeaufenthalt (1 Std.)
  • Kato Zakros Strand und antike Stätte, alternativ Badeaufenthalt (1,5 Std.)
  • Verlassene Siedlung Voila (45 Min.)
  • Venezianische Villa Etia (45 Min.)
  • Kloster Kapsa (45 Min.)

Gesamtkilometer: ca. 100, plus die Strecke zwischen den Info-Punkten weitere ca. 25 km.  /  Reine Fahrtzeit: ca. 2 – 2,5 Std.

Hier die Landkarte ausdrucken 

Jede Kreta-Tour ist einzigartig, und jede auf andere Art und Weise. An diesem Tag bin ich alleine unterwegs und es begleitet mich durchweg das Bewußtsein, daß ich mich ja an der südöstlichsten Ecke Europas befinde. Auf meiner Fahrt durch die Berge hätte ich am liebsten Düfte fotografiert, wenn das nur möglich wäre. Bei jedem Halt kam ein intensiver Thymian- oder Ginstergeruch in die Nase.

Antike Stätte Petras am östlichen Ortsausgang von Sitia
Früh morgens um 08.30Uhr stehe ich an der Pforte der archäologischen Stätte Petrαs, am östlichen Ortsrand von Sitia, 500m landeinwärts von der Landstraße nach Palaikastro. Das Parken ist hier auf Grund der sehr engen Straße recht schwierig, aber mit ein wenig Glück findet sich ein Eckchen.

Glück hatte ich sowieso, denn, obwohl schon Anfang Juni, war die Stätte nur für ein paar Tage zugänglich, da man sie gerade von allen Gräsern und Unkräutern reinigte. „Hoffentlich wird bald jemand eingestellt“ erzählte der freundliche Arbeiter Kostas, „so daß sich zumindest ab Juli doch die Besucher an den antiken Funden erfreuen können“.

Im antiken Petras Sitia Kreta

Im antiken Petras

In Palaikastro

In Palaikastro ist man schnell, die Straße ist sehr gut, und das antike Roussolakos ist gut ausgeschildert, ein paar Minuten nach der Abzweigung zur antiken Stätte endet die Straße am schönen und breiten Sandstrand Chiona von Palaikastro, die antike Stätte liegt fast direkt am Strand.

Antikes Palaikastro in Ostkreta

Die antike Stätte von Palaikastro wird auch der rötlichen Erde nach, die in der Gegend vorherrscht, Roussolakos genannt.

Kato Zakros – da wo Kreta aufhört

Von Palaikastro aus ist man recht schnell in Zakros angekommen. Von hier aus sind es gerade noch ca. 15km bis Kato Zakros (Unteres Zakros). Ein ganzes Stück fährt man parallel zur Schlucht der Toten, dann erreicht man die felsige Küste. Ich bekam sofort das Gefühl: hier hört die Zivilisation auf, hier ist das Ende der Welt, hier kann man abschalten. Herrlich.

Kato Zakros Strand Kreta

Am Strand von Kato Zakros, der ja direkt am Schluchtausgang des „Tals der Toten“ liegt

Kato Zakros besteht aus 10 Häusern der Strandstraße entlang gelegen, die alle in Tavernen etc. umfunktioniert sind und auch über Zimmer-Vermietung verfügen. Irgendwo lasse ich mein Auto stehen und schlendere über die Straße. Ein Laden sieht aus wie ein Café, hier frage ich die Bedienung: „Ich hätte gerne einen Kaffee, haben Sie vielleicht einen Freddo Cappuccino?“ „ Na klar“ antwortete sie.
Da war ich platt, so weit weg von allem, da hätte ich höchstens einen Frappé erwartet. Der Tisch direkt am herrlichen Sandstrand, keine üblichen Geräusche wie Verkehr etc, kaum Leute …. ich wäre am liebsten ein paar Tage hiergeblieben.

Nach der wohlverdienten Stärkung geht es weiter zur antiken Stätte des minoischen Palastes von Kato Zakros, die gerade mal 5-10 Min. zu Fuß entfernt im direkten Hinterland liegt. Hier lief ich zwischen emsig arbeitenden Archäologen den Steinmauern entlang und genoß wie immer meine Reise durch die Zeit.

Kato Zakros Ostkreta

Blick auf die Bucht von Kato Zakros

Durch die herrliche Bergwelt des östlichen Lassithi

Es geht über das Dorf Zakros und noch ein Stückchen weiter bis Andravasti zurück, und hier zweigt die Landstraße ab in die Berge Richtung Karydi und Handras.
Die Straße windet sich in großen und sanften Schlaufen in die Höhe, und jedesmal wenn ich dachte an der Spitze angelangt zu sein, ging es noch ein Stück höher.

Die folgenden ca. 30 km durch die Berg-/Hügellandschaft des östlichen Lassithi Bezirkes beschreibe ich mal so: es war Anfang Juni. Die Hügel waren einerseits mit gelbem, niedrig wachsenden Ginsterbüschen bedeckt die oft einen süßlichen Duft in der Atmosphäre hinterließen. Dies wechselte sich ab mit dem Duft der Thymiansträucher, die Hügelhänge sind Patchwork ähnlich mit Olivenhainen oder anderen Feldern bewachsen.

Bei höchstmöglicher Geschwindigkeit von 20-30 km/Std. auf Grund der kurvigen und daher nicht gut zu übersehenden Landstraße und zahlreichen Photostops kam ein herrlich entspannendes Urlaubsfeeling auf, andere Fahrzeuge kamen mir seltenst entgegen. Diese ganze ländliche Gegend durch Hügel und Täler zeichnet sich durch die erfrischende Abwesenheit touristischer Struktur aus, hier bekommt man einen Einblick in ein Stück Kreta abseits des Besucherstroms.

Die vereinzelten Dörfer unterwegs werden dem Postkarten Klischee von weißgetünchten Häusern, Kirche, Dorfplatz an der Hauptstraße mit Schwätzchen haltenden und Käppchen tragenden Männern jeden Alters gerecht.

Unterwegs gibt es ja auch eine Menge zu sehen, ich empfehle die folgenden Sehenswürdigkeiten:   

Jetzt trennen mich von der Hauptstraße Sitia-Ierapetra nur noch wenige Kilometer, und dann ….. endlich wieder mal aufs Gaspedal drücken, hier kann man schon 50-70 Km/Std. fahren!

Eingang zum Kloster Kapsa Südost Lassithi

Der Eingang zum Kloster Kapsa

An der Südküste angekommen, zeigen die Wegweiser zum Ort Makrygialos und zum Kloster Kapsa an der Küste ca. 5km weiter nach Osten.

Ich entscheide mich für das Kloster, und habe das Vergnügen auf dem einzigen wirklich schnurgeraden Stück kretischer Landstraße entlangzufahren!

Das Kloster Kapsa

liegt eingeschmiegt an dem hohen Felshang über der Küste, und hier geht es weiter zu dem gesonderten Bericht    Das Heilige Kloster Kapsa und der Asket Joseph Gerontogiannis

Während der kompletten Tour wird man auf erstaunlich gut ausgeschilderten Straßen geführt. Wer möchte, kann das eine oder andere Ziel auslassen, oder von anderen Orten aus (siehe oben) auf die vorgeschlagene Route treffen.

Fazit der Tour: ein herrlicher und ganz besonderer Tag, der die dörflichen und landwirtschaftlichen Szenen des kretischen Alltages mit seiner rühmlichen Vergangenheit verbindet. Eine Reise durch das ursprüngliche Kreta.

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