Kultur . Tradition

Sariki, das kretische Kopftuch

Sariki, das kretische Kopftuch
Nikos Xilouris (1936-1980), der Sänger aus Anogia lebt auch heute noch im Herz eines jeden Kreters.

Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts trugen die Kreter kein Sariki, sondern einen plissierten roten Fez mit einer langen Quaste, der mit dem Fez der Türken nichts gemein hatte. Zur gleichen Zeit trugen sie auch einen großen Schal (ursprünglich Petsa = Haut), der unter türkischer Herrschaft dem Namen Sariki (= Turban) gleichkam. Die Kreter trugen die Petsa seit dem späten 15. Jahrhundert als Kopfschmuck; die Enden fielen links, vorne oder hinten auf die Schultern. In früheren Zeiten wurde der Schal um den Hals gewickelt und wurde “Stola” genannt.

Das ursprünglich aus Seide gehäkelte schwarze Sariki

…stellt heute die traditionelle Kopfbedeckung des kretischen Mannes dar,  mit dichten Fransen wie Tränen. Das Sariki in dieser Form wurde zum ersten Mal im zweiten Viertel des 20. Jahrhunderts in Zentralkreta getragen. Es heißt, dass seine langen Fransen  die Anzahl der Jahre der osmanischen Herrschaft in Kreta bezeugen und auch die Trauer für die Opfer des Aufstandes gegen die Türken in 1866 im Kloster Arkadi symbolisieren.

Das Sariki wird je nach Anlass in schwarz oder weiß getragen

Das weiße Sariki als Zeichen der Freude für Feierlichkeiten wie Hochzeiten, Taufen und allerlei fröhliche gesellschaftliche Ereignisse. Das schwarze Sariki betont die Männlichkeit und den Stolz des Trägers, aber auch die Trauer im Leben eines jeden Kreters.



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