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Kretas Soldatenfriedhöfe in Maleme und Souda

Deutscher Soldatenfriedhof Maleme Kreta
Deutscher Soldatenfriedhof Maleme
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An unterschiedlichen Tagen besuchten wir die zwei Soldatenfriedhöfe in Maleme und Souda, die beide an der Nordküste des Bezirkes Chania liegen, unweit voneinander entfernt.

Mehr als 15 000 deutsche Soldaten verloren während des Zweiten Weltkrieges ihr Leben auf griechischem Territorium. Ihre Grabstätten lagen weit verstreut in 437 Gemeinden und auf zahlreichen Inseln im Ägäischen Meer. Dank des Entgegenkommens der griechischen Regierung konnte die Bergung und Zusammenbettung der deutschen Toten durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bereits ab April 1959 erfolgen. Bis Ende November 1960 waren die Bergungsarbeiten beendet.

Deutscher Soldatenfriedhof Maleme/Kreta

Die Särge mit den sterblichen Überresten der Gefallenen vom Festland und der griechischen Inseln – außer Kreta – für die Kriegsgräberstätte Dionyssos-Rapendoza wurden zu nächst in das Kloster Xenia, die Särge mit den deutschen Gefallenen der Insel Kreta in das auf der Insel gelegene Kloster Gonia überführt. Hier verblieben sie, bis aufgrund des 1965 zwischen Griechenland und der Bundesrepublik Deutschland geschlossenen Kriegsgräberabkommens der Ausbau der Friedhöfe Maleme auf Kreta und Dionyssos-Rapendoza bei Athen begann und die Toten hier ihre letzte Ruhestätte erhielten.

Untenstehend die Beschreibung des Soldatenfriedhofs Maleme aus der Webseite des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

“Kriegstote II. Weltkrieg: 4 465
Einweihung: 6.10.1974

An der Nordküste Kretas, 20 Kilometer westlich der Hafenstadt Chania, 1 Kilometer von dem Dörfchen Maleme entfernt, liegt der deutsche Soldatenfriedhof Maleme. Weit reicht der Blick in die tiefblaue Bucht von Chania. Nach Westen ziehen sich an der Hangschulter die Olivenhaine hinab bis an das wilde Flussbett des Tavronitis. Jenseits, in der Ferne, ist das Kloster Gonia zu erkennen. Nach Süden steigt das Gebirge „Lefka Ori“ (die „Weißen Berge“) bis 2 450 Meter an.

Dem Entwurf der Anlage lag die Idee zugrunde, die Gräberfelder mit den Gefallenen entsprechend den vier Hauptkampf Räumen Chania, Maleme, Rethymnon und Iraklion sichtbar zu machen.

Über die Stufen betritt der Besucher den in den Berg eingeschnittenen und umschlossenen Hof, der auf einer Seite durch das Eingangsgebäude begrenzt wird. Bänke im Schatten eines alten Ölbaumes laden zur Besinnung und Ruhe ein. Durch
einen offenen Raum, in dem die Namensbücher der Gefallenen ausliegen und in welchem eine dreisprachige Ausstellung über die Entstehung des Friedhofes und über die Arbeit des Volksbundes informiert, führt der Weg auf die Höhe zu den von Mauern umschlossenen Gräberfeldern. Liegende Granitplatten mit Namen und Lebensdaten von je zwei Gefallenen kennzeichnen die mit Mittagsblumen bepflanzten Gräber.
Auf dem Gedenkplatz, inmitten der Gräberfelder, sind auf Metalltafeln die Namen von 360 Soldaten verewigt, die auf der Insel gefallen sind, jedoch nicht geborgen werden konnten.
An den Ausbauarbeiten beteiligten sich zahlreiche ehemalige Kameraden der Gefallenen.”

Informationen über den Ort Maleme Maleme, ein kleines Dorf von historischer Bedeutung



Soldatenfriedhof Souda Bucht

Australische Kriegsgräber-Verbände betteten die gefallenen Soldaten aus den 4 Friedhöfen bei Chania, Heraklion, Rethymnon und Galatas um, welche von der deutschen Besatzungsmacht eingerichtet worden waren. Weitere Soldaten waren in abgelegenen Gegenden und auf Zivilfriedhöfen begraben worden und wurden ebenfalls umgebettet.
Auf dem Soldatenfriedhof Souda Bucht der Alliierten liegen 1.502 Commonwealth-Angehörige aus dem 2. Weltkrieg, bez. es wird ihrer dort gedacht. 778 unbekannte Tote liegen dort, 19 Gräber aus dem 1.Weltkrieg, 9 Gräber von anderen Staatsangehörigen und 37 Gräber von nicht im Krieg gestorbenen.

 

Soldatenfriedhof Souda Bucht –   Besucherinfo:
Der Friedhof ist durchgehend geöffnet und kann jederzeit besichtigt werden.
Ein Rollstuhl -Zugang ist über den Weg auf der rechten Seite des Haupteingangs.
Für weitere Informationen und Anfragen wendet Euch bitte an maoffice@cwgc.org

(Quelle: Commonwealth War Graves Commission)