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Mili – wandern durch die Schlucht der Mühlen

Wandern durch die Mili Schlucht Kreta
Die Mili Schlucht zieht sich dem Flußbett entlang, welches ganzjährig Wasser führt.
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Anfahrt

  • Von Rethymnon fahren wir über die Küstenstraße und biegen östlich von Perivolia Richtung  Kloster Arkadi landeinwärts ab.
  • Nach ca. 300m biegen wir wieder rechts ab Richtung Chromonastiri, an einem Drahtzaum vor uns hängt ebenfalls eine Art Wegweiser nach Mili.
  • Wir folgen der Straße immer Richtung Chromonastiri, nach ca. 7km sieht man zur linken Hand einen hellgrünen hölzernen Kiosk, hier ist das obere Ende der Mili-Schlucht. Einen Parkplatz in diesem Sinne gibt es nicht, man stellt das Auto rechts am Straßenrand ab.

Die Mili Schlucht zieht sich dem Flußbett entlang, welches ganzjährig Wasser führt. Zwei Bäche und mehrere kleinere Quellen vereinten hier genügend große Wassermengen, um damals mit großer Kraft die Mühlen anzutreiben.

Wenn man so wie wir vor Chromonastiri in die Schlucht einsteigt, trifft man in dieser Reihenfolge auf

  • Kirche Agios Ioannis
  • Taverne
  • Kirche Pente Parthenes
  • unteres Dorf Mili
  • Kirche Agia Paraskevi
  • Kirche Agios Nikolaos

Dem gesamten Flußbett entlang liegen die Ruinen der verlassenen Mühlen und der seit 1972 verlassenenen Ortschaften Pano (oberes) Mili und Kato (unteres) Mili.

Zum ersten Mal wurden die Siedlungen in 1643 während der venezianischen Herrschaft erwähnt. Unter osmanischer Herrschaft bewohnten die Osmanen vorzugsweise die Ortschaft Kato Mili. Von dem ca. 30 Mühlen am Flußbett wurde die gesamte Gegend von Rethymnon mit Mehl versorgt. Nach einer geologischen Untersuchung dieser Gegend und des Flußbettes wurde in den 60er Jahren über die Umsiedlung der Einwohner eintschieden und die Ortschaften liegen seit 1972 verlassen.

Die Schluchtlänge beträgt ca. 4 km, davon sind die ersten 2 bis hinunter zum Flußbett abfällig, und während des letzten km gilt es wieder den Höhenunterschied bis entweder zum Dorf Xiro Chorio (Pfad nach rechts) oder zur Straße nach Rethymnon (Pfad nach links) zu überwinden.

Nach ca. 75 Min. gemütlicher Wanderung mit Ruinen- und Kirchenerforschung und bis hin zur alten Siedlung neben dem Flußbett hat man im Grunde schon alles Wichtige entdeckt und praktischer Weise bietet sich hier der Rückweg auf dem selben Weg zum Auto an.
Der Durchgang ist zwar als einfach zu bezeichnen, der Weg führt aber doch über steinigen und unebenen Grund. Festes Schuhwerk ist auf jeden Fall angeraten. Die Schlucht ist das ganze Jahr über begehbar, bei regnerischem Wetter ist aber davon abzuraten.
Die Temperaturen entlang des Flußbettes und unter den zahlreichen dicht wachsenden Bäumen ist auch im Hochsommer angenehm, unterwegs stößt man auf viele Holzbänke und auch ein paar Picknick-Plätze.
Die Taverne wird von dem Nachkommen eines ehemaligen Müllers betrieben. Evangelos restaurierte hier liebevoll sein Elternhaus und bietet seinen Gästen kretische Gerichte aus lokalen Produkten mit hervorragenden Qualität. In der Taverne liegt auch ein Faltblatt mit einer Wanderkarte zum Mitnehmen aus.

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